FAQ - Frequently Asked Questions / Häufig gestellte Fragen aus dem GG-Buch

Wie viel GG-Substrat brauche ich?

Das hängt von der Größe und vom Fassungsvermögen deines Kastens ab. Das berechnest du so: Multipliziere die Länge deines Kastens mit der Breite und der Höhe, in Zentimetern. Bei einem Kasten von 120 x 120 cm und 20 cm Höhe ergibt das 120 x 120 x 20 = 288.000 cm3. Damit kennst du das Fassungsvermögen. 1 Liter entspricht 1.000 cm3, in diesem Fall brauchst du also 288 Liter GG-Substrat. Für einen Tischkasten von 90 x 90 x 15 cm ergibt die Rechnung 121.500 cm3, also122 Liter. Wenn du mehrere Kästen hast, zählst du alle Ergebnisse zusammen und weißt dann ganz genau, wie viel Substrat du insgesamt benötigst. Rechne immer großzügig, denn das Substrat sackt schnell zusammen.

Kann ich meine Beetkästen mit etwas anderem als GG-Substrat füllen?

Nein, nicht, wenn du wirklich einen Genialen Gemüsegarten haben möchtest, um auf die einfachste, schönste und angenehmste Weise zu gärtnern und dabei die besten Ergebnisse zu erzielen. Nach einigen Jahren eigener Erfahrung und dem Feedback von anderen GG`lern und zahllosen „Followern“ des Square Foot Gardening in der ganzen Welt wage ich das tatsächlich ohne Zögern zu sagen. Fragen aufgrund von enttäuschenden Resultaten kommen fast immer von Leuten, die kein richtiges GG-Substrat verwenden.

Natürlich gedeiht Gemüse auch in anderen Substratmischungen! Aber wenn du alles vergleichst, ist die GG-Mischung (Kompost / Vermiculit / Torfmull) schlichtweg einfacher zu gebrauchen und besser. Wenn du also die Wahl hast, dann entscheide dich für die richtige Mischung – egal, ob selbst gemacht oder fertig gekauft. Von Anfang an. Du wirst es nicht bereuen!

Kann ich meine Kästen auch mit gewöhnlicher Blumenerde füllen?

Das kannst du tun. Aber damit verlierst du den größten Vorteil des Genialen Gemüsegartens: das GG-Substrat! Ich sehe es im Internet und lese es in Foren: Viele Leute füllen ihre Gemüsebeetkästen mit Säcken gedüngter Gartenerde oder Blumenerde. Schade, denn gerade das macht den Unterschied zwischen einem fantastischen Resultat und einem „So-la-la-Resultat“ aus. Gedüngte Gartenerde ist, wie das Wort schon sagt, gewöhnliche Erde, der man etwas (Kunst-)Dünger zugesetzt hat. Blumenerde besteht zum größten Teil aus Torfmull, der (je nach Qualität), mit Baumrinde, Kokosfasern, Kompost, Sand, Düngemitteln und Kalk ergänzt wurde. Für kleine Sämlinge ist das Nährstoffangebot darin oft zu viel des Guten. Darum verwenden erfahrene Gärtner zum Säen nie reine Blumenerde, sondern vermischen diese mit Sand oder etwas anderem.

Nach etwa 2 Monaten sind die Düngemittel erschöpft und danach ist die Erde wieder zu nährstoffarm. Außerdem ist nicht jede Blumenerde für alle Gemüsesorten gleichermaßen geeignet. Billige Blumenerde ist oft fest und klebrig, trocknet schnell aus und wird hart. Wenn du dann gießt, läuft das Wasser sofort ab. Das Substrat für den Genialen Gemüsegarten hält die Feuchtigkeit besser und bleibt schön locker und luftig. Sogar wenn du es austrocknen lässt, nimmt es anschließend das Wasser wieder gut auf.

Warum sackt das GG-Substrat im Laufe einer Saison so stark zusammen?

Dafür gibt es zwei Gründe: Erstens ist die Mischung sehr luftig. Nach einem heftigen Regenschauer setzt sich das Ganze deshalb schon etwas. Das Fertigsubstrat wird durch das Gewicht der übrigen Säcke zusammengedrückt.

Der zweite Grund ist der, dass das Substrat zu 1/3 aus Kompost besteht. Kompost ist ein organisches Material. Wenn du einen Haufen Abfall auf den Kompost wirfst, hat sich dessen Volumen nach einem Monat schon beachtlich verringert. Dieser Prozess setzt sich auch in den Kästen fort. Außerdem entziehen die Pflanzen dem Substrat Nährstoffe.

Darum musst du im Laufe einer Saison die Mischung regelmäßig mit Kompost anfüllen. Auf jeden Fall jedes Mal, wenn du ein Feld abgeerntet hast; bei Pflanzen, die lange in ihren Quadraten stehen bleiben, auch zwischendurch.

Ist das GG-Substrat, verglichen mit anderen Substratmischungen, nicht sehr teuer?

Bei der Anschaffung wirkt das vielleicht so, aber langfristig kommst du damit deutlich günstiger weg. Pro Kasten bist du zwischen 30 und 70 Euro los, je nachdem wo du dein Material einkaufst und ob du Fertigsubstrat verwendest oder nicht. Das klingt teuer, aber mit gewöhnlicher Blumenerde kostet es auch schnell mal rund 25 Euro.

Wenn du stattdessen biologische Blumenerde oder Blumenerde mit Kokostorf verwendest, liegst du schon über 50 Euro. Der große Vorteil besteht in der Tatsache, dass das GG-Substrat eine einmalige Anschaffung ist. Du verwendest es Jahr für Jahr immer wieder. Das einzige, was du anfüllen musst, ist Kompost. Das ist das Billigste überhaupt, erst recht, wenn du ihn selbst herstellst. Vergleiche das einmal mit Blumenerde, die du nach einer Saison austauschen musst und die du bereits im Laufe der ersten Saison regelmäßig nachdüngen musst.

Muss ich jedes Jahr neues Substrat mischen / kaufen?

Nein, zum Glück nicht! Denn das würde ganz schön ins Geld gehen. Du stellst dein GG-Substrat nur einmal her, bzw. kaufst es nur einmal. Wenn es einmal im Kasten ist, brauchst du nur ab und zu etwas Kompost zuzufügen. Da im Laufe der Zeit doch etwas GG-Substrat verschwindet (weil es z.B. an den Wurzeln der geernteten Pflanzen hängenbleibt) kannst du nach etwa 5 Jahren je einen Eimer Torfmull und Vermiculit zugeben.

Ist Vermiculit ein sicheres Material?

Als ich mit dem Genialen Gemüsegarten und der Webseite begann, stand diese Frage unter den Top 5 der meistgestellten Fragen. Meistens aufgrund von Artikeln im Internet über ein Bergwerk in den USA. Diese Vermiculitmine in Libby, Montana, war mit Asbest verunreinigt. Der Zeitraum, um den es geht, liegt zwischen 1921 und 1990. Asbest ist natürlich extrem gesundheitsschädlich. Skandalös war, dass die Produktion einfach fortgesetzt wurde, obschon die Geschäftsführung längst Bescheid wusste.

Dieses Vermiculit-Bergwerk war eines der größten in Amerika. War, denn 1990 wurde es stillgelegt. Das Vermiculit, das in Europa verkauft wurde und wird, stammt aus Südafrika und China. Trotzdem habe ich zur Sicherheit einige Untersuchungen angestellt. Ich habe die Vermiculitmine selbst besucht, um mir ein Bild von den Sicherheitsvorschriften vor Ort zu machen. Zum Glück deutet alles darauf hin, dass dieses Vermiculit völlig sicher ist. Denn so traurig es auch war; der Skandal in den USA hat dafür gesorgt, dass das Vermiculit, das heute gewonnen wird, wo auch immer auf der Welt, vor dem Verkauf systematisch geprüft wird. Es hat auch Untersuchungen bezüglich der gesundheitlichen Auswirkungen des Arbeitens mit Vermiculit für die Minen- und Fabrikarbeiter gegeben. Die einzige empfohlene Schutzmaßnahme ist ein Mundschutz, um zu verhindern, dass man den Staub über längere Zeit einatmet.

Das scheint mir auch logisch. Das gilt schließlich generell, auch beim Arbeiten mit Gipsplatten oder einer Schleifmaschine. In der Fabrik tragen die Arbeiter den Mundschutz nur beim Befüllen der Säcke und beim Reinigen des Werkes, sonst nicht. Wenn ich Substrat mische, feuchte ich das Vermiculit zuerst mit dem Gartenschlauch an, dann staubt es nicht und ich verhindere zugleich, dass es weggeweht wird. Aber natürlich  kannst du trotzdem einen Mundschutz tragen.

Herrschen in der Vermiculitmine schlechte Arbeitsbedingungen vor?

Zum Glück nicht; bei dem Gedanken wäre mir gar nicht wohl! Das Vermiculit, das ich verwende, kommt aus einer Mine in Südafrika, wo die Beschäftigten in Gewerkschaften gut organisiert sind. Diese beobachten den Gesundheitsschutz und die Arbeitsbedingungen genau. Außerdem wird das Vermiculit im Tagebau mit Baggern gewonnen. Und Kinderarbeit kommt schon gar nicht vor.

Kann man Vermiculit im GG-Substrat durch etwas anderes ersetzen?

Nein. Es gibt kein anderes Material, das Feuchtigkeit, Luft und Nährstoff e so gut speichert. Darüber hinaus sorgt das Vermiculit für einen perfekten pH-Wert, indem es zwischen dem sauren Torfmull und dem basischen Kompost als Puff er fungiert. Manchmal werde ich nach den folgenden Alternativen befragt: Perlit: Das ist auch ein Mineral und ebenfalls umweltfreundlich. Es ist aber wesentlich härter als Vermiculit und fühlt sich nicht so gut an. Es bindet Feuchtigkeit, aber in deutlich geringerem Maße und wird sogar in erster Linie bei Pfl anzen eingesetzt, die nie in zu feuchter Erde stehen dürfen. Folglich musst du viel häufiger gießen. Hinzu kommt, dass die weißen Körnchen beim Gießen immer nach oben treiben, was ich persönlich nicht schön finde. Blähton: Entgegen der landläufigen Meinung speichert Tongranulat keine Feuchtigkeit.

Blähton wird in der Hydrokultur und als Dränagematerial in Töpfen eingesetzt. Für den Genialen Gemüsegarten ist es nicht geeignet. In den Entwicklungsländern wird das Substrat allerdings oft durch reinen Kompost ersetzt, weil Vermiculit und Torfmull dort schwer zu bekommen oder einfach zu teuer sind. Wenn es hochwertiger Kompost ist, geht das ziemlich gut. Aber Kompost speichert die Feuchtigkeit nicht so gut wie Vermiculit und bei einem starken Regenguss werden viele Nährstoffe fortgespült, die ansonsten vom Vermiculit festgehalten würden.

Kann man Torfmull durch etwas anderes ersetzen?

Nein, auch nicht. Ich höre manchmal, dass man es durch Kokosfasern (Kokostorf) ersetzt, weil das im Gegensatz zu Torfmull kein begrenztes Material ist und Feuchtigkeit ebenfalls gut speichert. Leider hat Kokostorf einen anderen Säuregrad als Torfmull, weswegen die Kombination mit dem Kompost weniger ideal ist. Außerdem vergeht es schneller als Torfmull, so dass du es immer wieder anfüllen musst. „Stick to the mix“ lautet nun einmal die Parole!

Wie ist es um den Säuregrad oder pH-Wert bestellt?

Der pH-Wert gibt an, wie sauer oder wie basisch etwas ist. Beim Boden spielt das eine wichtige Rolle, denn manche Pflanzen (wie z.B. Heidelbeeren) lieben Säure und einen niedrigen pH-Wert, während andere es ganz im Gegenteil basisch mögen und einen hohen pH-Wert bevorzugen (das gilt für Bohnen). Darum untersuchen Gemüsegärtner den Säuregehalt ihres Bodens und fügen alles Mögliche hinzu, damit dieser ideal ist: Kalk für weniger Säure, Torf für das gegenteilige Ergebnis. Im Genialen Gemüsegarten musst du dich um so etwas nicht kümmern. Das liegt an der Kombination aus Torf, Kompost und Vermiculit. Da das Vermiculit wie eine Art Puffer wirkt, erhalten alle deine Pflanzen genau das, was sie brauchen.

Funktioniert der Anbau auch auf meinem Balkon?

Wenn dein Balkon genug Sonne abbekommt, sehe ich keinen Grund, warum er nicht funktionieren sollte! Du kannst einen Kasten bauen, wie ich ihn für meinen Opa angefertigt habe. Du kannst sogar fertige Balkonkästen mit dem Substrat füllen und einfach säen.

Funktioniert die Methode auch in einem Gewächshaus oder Wintergarten?

Ja, natürlich, sehr gut sogar! Ein Gewächshaus ist ideal, um Gemüse zu ziehen, das bei kaltem und nassem Wetter nicht so gut gedeiht. Salatgurken und Tomaten gehen darin immer, sogar in einem schlechten Sommer. Es ist sehr einfach (und vorteilhaft!), ein paar Kästen in ein Gewächshaus zu stellen und sie mit GG-Substrat zu füllen. Die Mischung musst du nie mehr ersetzen, du fügst nur  regelmäßig Kompost hinzu. Das Einzige, worauf du stets achten musst, ist die Temperatur. Bei sonnigem Wetter wird es schnell zu warm. Für einen Wintergarten gilt das Gleiche; wenn er hell genug und nicht zu warm ist, kannst du darin sehr gut Gemüse anbauen. Allerdings schmeckt Freilandgemüse, das an der Sonne gezogen wurde, immer besser (und ist auch gesünder!).

Wann ist der beste Zeitpunkt zum Anlegen eines Genialen Gemüsegartens?

Es liegt auf der Hand, dass das Frühjahr am besten geeignet ist, um Kästen anzulegen. In einem herkömmlichen Gemüsegarten beginnt die Arbeit schließlich auch im zeitigen Frühjahr. Trotzdem kannst du eigentlich das ganze Jahr über damit anfangen, außer vielleicht im Winter. Obschon das wiederum eine schöne Zeit ist, um deinen Kasten oder deine Kästen zu bauen! Du kannst fast das ganze Jahr über säen. Im Februar steckst du die ersten Samenkörner in den Boden und dann kannst du bis September oder sogar Oktober weiter säen und pflanzen. In den Wintermonaten kannst du bei einigermaßen günstiger Witterung noch alles Mögliche ernten. Ich fülle im November und Dezember immer ein paar Felder mit Blumenzwiebeln, so dass ich im Frühjahr ein paar Vasen voll Tulpen und Narzissen pflücken kann. Damit bereite ich meiner Mutter eine Riesenfreude! Kurzum, denke nicht zu schnell, dass es zu spät zum Anfangen ist. Auch im Sommer und Herbst kannst du an deinen Beetkästen noch viel Freude haben!

Faulen Holzkästen nicht sehr schnell?

Meine eigenen Beetkästen baue ich aus Holz, weil mir persönlich das am besten gefällt. Ich verwende unbehandeltes Holz, so dass ich mein Substrat nicht mit den Giftstoffen belaste, die in Farben oder Beizen enthalten sein können. Trotzdem habe ich keine Angst, dass das Holz schnell verfault. Außerdem stehen die Kästen AUF der Erde und nicht darin. Das GG-Substrat nimmt Feuchtigkeit gut auf, so dass das Holz nicht ständig klatschnass ist. Unbehandeltes Holz hält natürlich nicht ewig. Dickes Fichtenholz, wie es für Gerüstplanken verwendet wird, ca. 5 Jahre, solides Lärchen- und Douglasienholz hält sogar durchaus 10 Jahre. Wenn du aber unbedingt Kästen „fürs Leben“ willst, solltest du sie mauern.

Ist ein solcher Kasten für viele Gemüsesorten überhaupt tief genug?

Man verwendet tatsächlich recht untiefe Kästen, da eine 15 cm dicke Substratschicht schon ausreicht. Möhren von 25 cm Länge brauchst du also nicht zu erwarten. Als ich anfing, säte ich deshalb Mini-Möhren und diese runden Pariser Möhren. Später habe ich angefangen, ganz gewöhnliche Möhren und auch Wintermöhren anzubauen. Sie werden zwar nicht lang, dafür aber schön dick! Mein grüner Spargel gedeiht wunderbar in einer Substratschicht von 20 cm Dicke, obschon überall zu lesen ist, dass er viel tiefer stehen muss. Offenbar ist das Substrat so gut, dass eine dünne Schicht davon den Pflanzen schon reicht. Ich stecke sogar hier und da Kartoffeln in meine Kästen. Der Ertrag ist gar nicht schlecht. So eine dünne Schicht GG-Substrat klingt wirklich nach wenig Erde. Aber dein Gemüse findet darin alles, was es braucht, um eine reiche Ernte abzuwerfen. Versuche es einfach!

Stehen deine Pflanzen nicht viel zu dicht beieinander?

Wenn du die richtigen Pflanzabstände einhältst, stehen sie genauso dicht beieinander wie in einem herkömmlichen Gemüsegarten. Was das angeht, gibt es also überhaupt kein Problem. Du musst allerdings rechtzeitig ernten, denn alles wächst dermaßen gut, dass die Pflanzen schnell groß werden. Viele Leute warten zu lange mit der Ernte; ich selbst manchmal auch. Das ist schade, denn meistens schmeckt das Gemüse umso besser, wenn du es jung verzehrst. Außerdem nutzt du bei einer zu späten Ernte die Felder, die dir zur Verfügung stehen, nicht optimal aus. Wähle aber Sorten, die für diese Anbauweise tatsächlich geeignet sind. Sorten, die schnell und kompakt wachsen und die du schon bald ernten kannst. Die meisten Sorten Kopfsalat brauchen beispielsweise mehr Abstand als 15 cm. Mini-Salatköpfe sind aber klein genug, um in Vierergruppen voll auszuwachsen. Die größeren Sorten pflanze ich zwar auch, verwende sie jedoch als Pflücksalat. Sobald einige Blätter zum Ernten groß genug sind, fange ich an zu pflücken. Wenn die Köpfe größer werden, ernte ich zwei davon ganz, so dass für die übrigen mehr Platz bleibt. Meine Lieblingsgemüsesorten findest du ab Seite 148. Mit einigen Pflanzen musst du etwas kreativ umgehen: Kohlköpfe wie Rotkohl, Blumenkohl, Brokkoli und Grünkohl entwickeln oft riesige Blätter und überschatten damit die Nachbarfelder. Ich wähle Sorten, die möglichst in die Höhe statt in die Breite wachsen. Der italienische Palmkohl (Nero di Toscane) ist ein tolles Beispiel und eine meiner Lieblingssorten. Wenn du aber unbedingt Blumenkohl, Brokkoli und Rotkohl in deinen Kästen haben möchtest (ich selbst pflanze sie so gut wie nie), dann schneide die Blätter, die im Weg sind, einfach weg. Ich habe noch nie festgestellt, dass Pflanzen dadurch weniger gut gedeihen.

Warum wachsen in meinem Gemüsekasten Pilze? Sind sie schädlich?

Das Substrat enthält viel Kompost und dieser besteht wiederum nur aus organischem Material. In Blättern, Ästen und Holzspänen befinden sich immer irgendwelche Schimmelfäden (Myzelien). Durch die Wärme, die beim Kompostieren freigesetzt wird, können sie sich gut entwickeln. Wenn das GG-Substrat (das viel Kompost enthält) über längere Zeit feucht bleibt, wachsen diese fadenförmigen Pilzzellen zu echten Pilzen aus. Eigentlich ist das ein sehr gutes Zeichen, denn wenn der Kompost noch schädliche Bakterien enthielte oder mit chemischen Mitteln behandelt worden wäre, würden darin keine Pilze sprießen. Vor allem, wenn es längere Zeit trocken war und dann plötzlich wieder sehr feucht wird, schießen die Pilze wie … Pilze aus dem Boden, hahaha. Erst recht bei relativ niedrigen Nachttemperaturen.

Und zwar nicht nur im Herbst, sondern auch im Sommer! Es kann auch sein, dass in der Nähe deines Kastens ein Pilz wächst, der Sporen sät. Wenn sie im GG-Substrat landen, wachsen dort früher oder später zwangsläufig Nachkommen, sie fühlen sich darin nämlich genauso wohl wie dein Gemüse. Pilze sind nicht schädlich. Sie tragen dazu bei, organisches Material zu zersetzen und sind damit im Grunde ein Zeichen für ein gesundes Klima. Mehr noch, wegen Umweltbelastung und Überdüngung wachsen generell immer weniger Pilze.

Durch deinen Genialen Gemüsegarten kannst du das ein klein wenig korrigieren. Aber essen würde ich sie an deiner Stelle nicht. Nur einzelne Sorten sind dafür geeignet. Zum Glück gibt es aber auch nur wenige wirklich giftige Sorten. Die meisten Pilze liegen irgendwo dazwischen; nicht wirklich giftig, aber ungenießbar. Dennoch sind auch giftige Pilze erst schädlich beim Verzehr. Sie anzufassen und anschließend die Finger in den Mund zu stecken (insofern man das überhaupt will) ist nicht schlimm. Bei sonnigem, trockenem Wetter verschwinden die Pilze von selbst wieder. Wenn sie dich aber arg stören oder wenn du kleine Kinder hast, die noch alles Mögliche in den Mund stecken, kannst du sie auch entfernen. Pflücke oder schneide sie ab und wirf sie irgendwo im Garten in eine Ecke.

Woher weiß ich, ob die Samen vom letzten Jahr noch keimfähig sind?

Das lässt sich mit einem Keimversuch ganz leicht feststellen! 

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