Nutze die kalten Tage um deinen Gemüsegarten zu planen!

Okay stimmt, im Allgemeinen ermahne ich meine GGler, den Gemüsegarten bei Kälte und Frost besser noch im Winterschlaf zu lassen. Für wilden Aktionismus ist die Zeit noch nicht reif! Das heißt aber nicht, dass wir völlig untätig sein müssen in den Wintermonaten! Planung im Genialen Gemüsegarten ist nicht nur sinnvoll sondern macht ordentlich (Vor)freude!

 

Wie viele Pflanzkästen braucht ein Mensch?

„1,2 oder 3… du musst dich entscheiden.. 3(0) Felder sind frei…“ das erinnert (jedenfalls) mich an die Quizshow meiner Kindheit… 🙂

Und so in etwa ist es auch im Genialen Gemüsegarten!
Bevor du dich in das GG-Abenteuer stürzt, überlege in Ruhe, was du mit einem eigenen Gemüsegarten beabsichtigst. Denn das macht schon einen erheblichen Unterschied für deine persönliche Planung. Willst du deine Nahrung einfach nur hier und da ergänzen mit eigenem Salat und Kräutern? Oder planst du, deinen vollständigen Bedarf an Gemüse und frischem Grün über deine Beetkästen zu decken? Bist du experimentierfreudig und möchtest dein Augenmerk vor allem auf besondere Gemüse richten? Oder bist du ein echter „Überzeugungstäter“ und beabsichtigst nicht nur das ganze Jahr über eigenes Gemüse und Kleinobst anzubauen, deinen Kindern eigene Beetkästen zur Verfügung zu stellen sondern auch den Wintervorrat für die Kühltruhe aus eigenem Anbau zu bestücken?

Wie weit komme ich mit einem Beetkasten von 120x120cm?

Unser Standardkasten von 120x120cm bietet dir 16 Felder in denen du Gemüse anbauen kannst. Das ist schon ganz ordentlich wenn du deinen Kasten gut bepflanzt hältst und reicht aus, um 1 bis 2 Erwachsene über eine ganze Gemüsegarten-Saison zu versorgen:

Mit frischem Grün (Salate, Spinat, Rucola..etc.), ein paar Kräutern (z.B. Petersilie, Schnittlauch, Basilikum, Minze..etc), den klassischen Sommergemüsen wie Tomate, Salatgurke oder Zucchini sowie nicht zuletzt Rüben, Karotten & Co.

Wenn du deinen Beetkasten wintertauglich machst und ihn mit einem Glasdach versiehst, kannst du sogar den Großteil eines 2-Personen-Bedarfes im Winter daraus decken.

Entscheidest du dich für einen zweiten Kasten von 120x120cm hast du eine doppelt so reichhaltige Ernte, kannst noch viel mehr Gemüsesorten gleichzeitig züchten und kannst obendrein noch ein paar Blumen dazupflanzen. Sie machen sich immer prima zwischen dem Gemüse im Beetkasten und sind häufig auch willkommene Nachbarn in Sachen „Schädlingsabwehr“.

Hast du Raum für einen dritten Beetkasten von 120x120cm, dann hast du Gemüse im Überfluss und kannst darüber hinaus auch nette Nachbarn, Freunde, Eltern oder Großeltern in den Genuss von frischem Gemüse aus eigenem Anbau bringen. Das hat auch was und mit einem Mal sind eine ganze Reihe neue GG’ler geboren – du wirst sehen

Junggärtner

Bis 12 Jahre eignet sich am besten ein Kasten vom 90x60cm. Meine Jungs haben in dem Alter ihren ersten eigenen Kasten bekommen, worin sie gleichzeitig 6 verschiedene Gemüsesorten anbauen konnten. Die Größe ist praktisch für Juniorgärtner da sie überschaubar ist und alle Felder gut erreichbar sind für die kleinen Hände. Mit etwas Anleitung können Kinder einen solchen Kasten alleine versorgen. Ein kleiner Schritt in die Selbstständigkeit, der groß und klein bestens gefällt!  

 

Für eine 4-köpfige Familie? 

Abhängig davon wie viel du ernten willst und ob du beabsichtigst Voll- oder Teil-Selbstversorger zu sein mit deinem Gemüsegarten brauchst du 2-4 Kästen. Mit 4 Kästen von 120x120cm stehen dir 64 (!!) Felder zur Verfügung in denen du Gemüse anbauen kannst. Das ist eine ganze Menge! Hältst du die Fächer die ganze Saison über gut befüllt, kannst du dich daraus zu 100% selbst versorgen und solltest sogar noch etwas für deine Lieblingsmenschen zu verschenken übrig haben.  

Hast du einen großen Garten und möchtest den GG direkt im großen Stil anlegen, kannst du sogar über eigene Kästen für Erdbeeren, Blumen und Kleinobst wie Himbeeren und Heidelbeeren nachdenken. Ich pflanze Erdbeeren und Kartoffeln übrigens einfach in einigen einzelnen Feldern an und habe damit super gute Erfahrung gemacht. Es spricht also nichts dagegen, hier und da auch ein Feld für Obst- und Gemüsepflanzen zu spendieren, die nicht in unserem Saatgut-Set enthalten sind. Experimentieren ist immer spannend und macht im Gemüsegarten absolut Spaß!

Weniger ist mehr?

Meine Empfehlung ist (und so habe ich es auch selber gemacht), lieber klein mit nur einem Beetkasten zu beginnen:

Nimm dir eine Saison Zeit, die Methode zu erproben und die Gemüse zu identifizieren, die du bevorzugt anbauen willst. Aufstocken geht immer und mit dem System des GG sehr schnell und vor allem das ganze Jahr über. Hältst du deinen einen Beetkasten von Anfang an wirklich gut bepflanzt und ziehst das über das ganze Jahr durch, kannst du daraus sehr viel ernten. 

 

Planung – Feinschliff:

Die großen Fragen sind also geklärt, dann geht es bei mir meist mit der Detailplanung weiter: Was kommt wo, wann und wie in welches Feld?

Geht doch! So oder ähnlich stelle ich mir meinen großen GG-Kasten von 120x120cm bis April vor. Meist plane ich grob vor, was ich einsäen möchte und stelle dann fest, dass entweder das Wetter nicht mitspielt, die Samen nicht keimen oder mir spontan noch andere Gemüse über den Weg laufen, die ich noch lieber einsäen möchte. Alles nicht schlimm! Und ganz im Ernst, ohne so einen Plan wäre ich deutlich planloser 😉
Es macht also Sinn und Spaß, sich den Gemüsegarten an kalten Tagen sozusagen schon mal in Denk- und Sichtweite zu rücken!

Auch nach Jahren finde ich unseren GG-Saatkalender super praktisch dafür! Auf einen Blick kannst du sehen, was in dem betreffenden Monat gesät oder gepflanzt werden kann, wie man es anstellen muss und wann mit einer Ernte zu rechnen ist. Der Saatkalender gibt Auskunft über die 30 Gemüsesorten, die wir im Genialen Gemüsegarten anbauen. Diese sind zu 100% auf das GG-System abgestimmt und funktionieren dort erprobt gut.

Natürlich können auch andere Pflanzen nach unserer Methode angebaut werden und ich probiere auch immer gerne neue Dinge aus. Aber im Prinzip genügen unsere 30 Sorten vollkommen um die ganze Gemüsegartensaison eine Vielfalt verschiedener Gemüsesorten auf den Tisch zu bringen. Und du hast die Garantie, dass die Sorten ideal geeignet sind für Beetkästen.

So, das war ein kleiner Einblick in meine praktizierte Gemüsegarten-Planung. Vielleicht züchtest du „intuitiver“ oder mehr im „Freistil“. Mir persönlich macht die Planung immer viel Freude, vor allem wenn die Ungeduld nach dem Jahreswechsel zunehmend größer wird….Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass der Startschuss für die Saison bald fällt und nicht die Temperatur noch weiter… 🙂

Ich peile mal den 1. März als mein persönliches Startdatum an!

Machst du mit? Ich freue mich auf dich!

Deine

Sig Uta