Steckbrief

Die Sorte Feltham First ist eine Erbse, die sowohl für die Früh- als auch für die Späternte geeignet ist. Ihre Schoten werden etwa 8 – 10 cm lang und sind prall mit 7 – 10 schmackhaften, dunkelgrünen, süßen Erbsen gefüllt. Diese Erbsen-Sorte ist schön ertragreich, da lacht das Gemüsegarten-Herz! Die Pflanzen sind mittelgroß bei einer Wuchshöhe von 45 – 55 cm.

 

 

Winterkultur / Herbstaussaat

Für eine frühe Ernte in der Folgesaison können die Samen bereits im Oktober/ November ausgesät werden. In milden Klimazonen geht das prima in deinem Beetkasten auf der Terrasse, auf dem Balkon oder sonstwo im Freiland. Sind bei dir die Winter echt knackig, erfolgt die Einsaat am besten im Gewächshaus, im GG-Winterkasten – mit (Plexi)Glasdach – oder sogar im Haus. Im zeitigen Frühjahr musst du die überwinterten Pflanzen dann langsam abhärten und an die Freiluft gewöhnen bevor sie etwa im März in den Beetkasten ins Freie umziehen dürfen. Die Reifezeit für die Herbstaussaat beträgt ca. 7 Monate.

Das geniale an der Winterkultur ist, dass du den ganzen Winter über frische Triebspitzen ernten kannst. Die jungen Triebe schmecken köstlich, etwas „erbsig“ eben 🙂 Ich liebe sie im Salat oder in grünen Smoothies. Aber auch kurz gegart in Asiatischen Gerichten oder Pfannengemüsen machen sie sich toll.

 

 

Sommerkultur / Frühjahrsaussaat

Die Aussaat für eine spätere Ernte erfolgt ab Mitte Februar bis Ende Juni direkt in den Beetkasten. Mit steigenden Temperaturen wachsen die Pflanzen schnell weiter und du kannst dann mit etwas Glück schon im April anfangen, Triebspitzen zu ernten. Lässt du die Pflanzen auswachsen und aufblühen, erscheinen wenig später auch die Hülsen mit den Erbsen. Denn aus den Blüten bilden sich die Schoten. Wenn du im Herbst gesät hast, kannst du ungefähr im Mai mit Schoten rechnen, bei einer Aussaat im Februar etwas später, ca. im Juni. Die Reifezeit für die Frühjahrsaussaat beträgt ca. 4 Monate.

 

 

Vorkeimen

Ich lasse meine Erbsen für den Beetkasten gerne vorkeimen. Das ist keine Pflicht sondern Kür. Und ich bin dicke mit Kür 🙂
Durch das Vorkeimen entwickeln die Erbsen schon zarte Wurzeln bevor du sie in den Beetkasten setzt. Meine Beekasten-Jahre haben einfach gezeigt, dass der Wachstumsvorsprung, den du ihnen so mit auf den Weg gibst, sie schneller und besser gedeihen lassen. Und das ist mir die kleine Mühe wert.

Auf einer dünnen Lage feuchten Vermiculits fühlt sich die Wintererbse pudelwohl auf meiner Fensterbank. Genauso gut funktioniert das auf einer Lage feuchtem Küchenpapier. Wichtig ist, dass du sie in einem verschließbaren Gefäß vorkeimen lässt und ein Küchentuch darüber legst, da Erbsen Dunkelkeimer sind. Nach nur wenigen Tagen lugen schon aus jeder Erbse zarte Wurzeln. Ein magischer Moment im Leben eines jeden GGlers! Die Babys sind reif für den Umzug ins Freie.

 

 

Säen

Im Frühjahr säst du die Erbsen also ab Mitte Februar bis Juni, im Herbst im Oktober-November. Es passen jeweils 9 Pflanzen in ein Feld. Mache 9 Löcher von ungefähr 2-3 cm Tiefe und lege die Samen hinein. Sie keimen bei Temperaturen zwischen 7 und 23° C nach 6 bis 24 Tagen. Gehe behutsam vor beim Einsetzen der Erbsen in die Erde damit du ihre zarten Wurzeln nicht beschädigst. Keimdauer und Wuchskraft der Pflanzen sind unterschiedlich, so wie im wahren Leben eben auch, kein Grund zur Sorge also 🙂

Gib den jungen Pflanzen regelmäßig mäßig Wasser, damit sie gut wachsen können.

 

Aufgepasst

Jetzt heißt es: Augen auf! Denn die Vöglein finden die Erbsen auch oberlecker und picken sie dir gerne zum Dessert aus dem Beetkasten heraus. Das ist nicht schön….

MEIN TIPP: Versuche es, wenn du hast, mit einem bunten Windrad aus dem Kinderzimmer – davor hat der Flatterhannes Höllenrespekt. Ein feinmaschiger Hasendraht, den du über die Beetkasten-Felder mit den Erbsen spannst, tut auch seinen Dienst. Hilft gar nix mehr, dann ruf an und ich schicke dir Dackel Bodo und sein überschätztes Ego vorbei. Die beste Abwehr gegen tierisch unerwünschte Gäste im Garten.. 🙂

 

 

Triebspitzen

Sobald die Pflanzen ungefähr 15 cm hoch sind, kannst du anfangen, die Spitzen der Triebe abzuschneiden. Solange du von einem Pflänzchen mindestens die Hälfte stehen lässt, wächst es unverdrossen weiter und bildet Seitentriebe, die du auch wieder ernten kannst. Durch dieses Vorgehen wachsen die Pflanzen größer und kräftiger. Bilden sich in Folge die ersten Blüten, hab keine Scheu auch diese zu verzehren, sie schmecken ebenso köstlich wie die Triebspitzen. Aus den Blüten bilden sich allerdings die Schoten – also übertreibe es nicht mit der Blütenernte 😉

 

 

Ernte

Pflücke die Hülsen der Wintererbse erst, wenn sie schön prall geworden sind und du die Erbsen darin gut ertasten kannst. Öffne die Hülsen, um die Erbsen zu ernten. Die Hülse selbst ist nicht essbar. Solange die Pflanzen noch blühen, lässt du sie stehen, denn dann bilden sich noch Hülsen mit Erbsen. Sind alle Hülsen abgeerntet und sind keine Blüten mehr in Sicht, ist es Zeit, die Pflanzen abzuschneiden. Die Wurzeln der WIntererbse kannst du übrigens getrost im Boden lassen, sie versorgen nachfolgende Kulturen hervorragend mit Stickstoff.

 

 

Willst du die Wintererbse Feltham First auch für dich entdecken? Es gibt sie im GG-Saatgut-Set bei uns im Shop 🙂

 

Du möchtest gerne noch weitere Gemüse im Herbst/ Winter anbauen? Wie wäre es denn mit Winterportulak? Einer meiner ganz besonderen Lieblinge. Erfahre hier alles über die Aufzucht; Pflege und Ernte von Winterportulak im GG-Kasten.